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Gaia Conti

Gaia im unbeleuchteten Saal

Lesbische Erotik LiebesgeschichteQueer11 Min. Lesezeit

Eine Geschichte von Gaia Conti

Nach der letzten Vorstellung bleibt Gaia Conti mit der Archivarin allein im Hamburger Programmkino. Nora wollte nur abschließen. Gaia macht daraus eine Nacht, die nach Liebe schmeckt und nicht so heißen darf.

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Ich schloss die Glastür des Programmkinos am Spielbudenplatz und ließ die Kette ins Schloss fallen, während der Herbstregen über die Reeperbahn zog und die letzten Neonlichter in den Pfützen zitterten. Die Sport-Dokumentation war vorbei, in der Gaia Conti als Gast gesprochen hatte, und ich wollte nur noch das Parkett löschen, die Kopien in der Kabine sichern und nach Hause gehen. Sie saß trotzdem in der dritten Reihe, die Schultern locker unter dem dunklen Hemd, den Körper einer Mailänder Stürmerin, der Feldarbeit und Kurven zeigte, ohne sie zu erklären, und ich blieb im Mittelgang stehen, weil Abstand das Einzige war, das ich vor ihr noch beherrschte.

„Das Haus ist zu“, sagte ich und hörte, wie nüchtern das klang, während mein Blick an ihrem Knie hängen blieb. „Dein Bus wartet irgendwo in St. Pauli.“

Gaia legte den Kopf in den Nacken und sah mich an, als wolle sie prüfen, ob ich den Satz zu Ende führen oder schon zurücktreten würde, um sie nur zu betrachten. „Du schließt ab, und ich sitze noch. Setz dich, Nora. Dann ist nichts zu.“

Mein Name in ihrem Mund machte etwas mit der Luft zwischen uns. Ich ging die drei Stufen hinunter, blieb aber am Ende der Reihe, die Finger am Samt der Lehne, und sie lachte leise, weil sie merkte, dass ich den Abstand hielt, den man vor einem Plakat hält. Sie redete vom Spiel, von einem Block unter dem Korb, von dem Geräusch, das ein Ball macht, wenn die Halle atmet, und ihre Sätze wurden lang und warm, bis ich fast vergaß, weshalb ich gekommen war. Als ich etwas über das Plakat im Schaukasten sagte, wurde sie kurz.

„Das ist Papier. Ich bin hier.“

Sie nahm meine Hand, ohne zu fragen, und legte sie auf ihren Oberschenkel, wo der Stoff der engen Hose schon warm war. Ich hätte zurückziehen können. Ich tat es nicht. Gaia zog mich in die Reihe, bis ich neben ihr auf dem Klappsitz landete, und ihre Finger wanderten an meine Innenseite, fest, prüfend, als wolle sie wissen, ob ich im Tausch blieb oder wieder aufstand, um sie zu bewundern. Draußen schlug der Regen gegen die Notausgangstür, und im Saal brannte nur noch das gedämpfte Rot der Sicherheitslichter, das ihre Wangen und meinen Hals in dieselbe Wärme tauchte.

„Wenn du gehst, gehe ich auch“, flüsterte sie gegen meine Haut. „Wenn du bleibst, mache ich dich nass, bevor das Licht ganz aus ist.“

Ich blieb.


Gaia öffnete den Knopf meiner Hose mit einer Ruhe, die mich härter traf als jede Eile, und ich hob das Becken, weil ich ihren Blick nicht mehr aushielt, ohne ihr etwas zu geben. Ihre Hand schob sich in mein Höschen, fand mich schon feucht, und sie strich einmal langsam durch meine Schamlippen, als wolle sie sich merken, wie ich mich anfühlte, bevor sie überhaupt anfing. Ich stöhnte in den leeren Saal, und der Samt der Lehne nahm den Laut auf, als hätte er auf genau diesen Moment gewartet.

„Du bist schon so weit“, sagte sie, und ihre Stimme blieb spielerisch, während zwei Finger in mich glitten, tief genug, dass ich die Stirn gegen ihre Schulter drückte. Sie bewegte sie in einem gleichmäßigen Takt, den Daumen auf meinem Kitzler, und ich griff nach ihrem Reißverschluss, weil ich sie nicht nur empfangen wollte. Die Hose und das dünne Höschen kamen gemeinsam herunter, und Gaia half mir, indem sie das Becken hob, bis ich sie nackt vor mir hatte, die Fotze dunkel und glänzend im Rotlicht, die Schamlippen schon geschwollen.

Ich beugte mich hinunter zwischen die engen Reihen und leckte sie, zuerst flach, dann mit der Spitze der Zunge zwischen die Falten, und sie schmeckte nach Salz und nach einem langen Tag, den sie nicht erklärt haben wollte. Ihre Hand blieb in mir, stieß tiefer, während ich ihre Klitoris zwischen die Lippen nahm und saugte, und der Klappsitz knackte unter uns, ein kleines Geräusch in einem Haus, das eigentlich schon zu war. Gaia stöhnte meinen Atem zurück, presste sich gegen meinen Mund, und ich fühlte, wie nass sie über mein Kinn lief, warm und ungeniert, als gehöre der ganze Parkettboden ihr.

Ich wechselte, zog ihre Finger aus mir und schob ihr zwei meiner eigenen in die Fotze, während ich weiterlecke, und sie nahm meinen Kopf zwischen die Hände, nicht grob, aber bestimmt, und rieb sich an meiner Zunge, bis ihre Oberschenkel zitterten. Dann zog sie mich hoch, küsste mich mit offenem Mund, und ich schmeckte uns beide auf ihren Lippen, bitter und süß und nach dem Samt, der uns festhielt. Sie flüsterte, ich solle mich hinlegen, die Knie auf den Sitzen, den Rücken gegen die Lehne der nächsten Reihe, und ich tat es, weil sie es sagte und weil ich merkte, dass sie nicht bat, sondern entschied.


Gaia stieg über mich, eine Hand an der Rückenlehne, und setzte sich mir aufs Gesicht, langsam genug, dass ich ihren Geruch zuerst hatte, dann die Wärme, dann das nasse Gewicht ihrer Fotze auf meinem Mund. Ich griff nach ihren Hüften und zog sie tiefer, die Zunge flach gegen sie, und sie rieb sich in kleinen, harten Kreisen, während sie nach hinten tastete, meine Hand suchte, und sie zu ihrem Arsch führte. Ich verstand, ohne dass sie es aussprechen musste. Ich speichelte zwei Finger, strich über die enge Öffnung und schob sie in sie hinein, vorsichtig zuerst, dann fester, als sie sich dagegendrückte und ein Laut aus ihr kam, der den ganzen unbeleuchteten Saal füllte.

„So“, sagte sie, und das Wort war kaum mehr als Atem. „Tief. Und hör nicht auf zu lecken.“

Ich saugte an ihrer Klitoris, während meine Finger in ihrem Arsch arbeiteten, und Gaia ritt meinen Mund, das Hemd noch an, die Brüste darunter schwer, und ich spürte, wie sie enger wurde, innen und außen, als sammle sich alles an einer Stelle. Sie kam mit einem Stoß, der meinen Kopf gegen die Lehne drückte, und ihr Saft lief mir in den Mund, warm, reichlich, während ihr Arsch meine Finger zusammenzog. Ich schluckte, was ich konnte, und leckte weiter, weil sie nicht abhob, weil sie nachzuckte und weil ich sie in diesem Zustand behalten wollte, nass und offen und ohne Abstand.

Sie blieb sitzen, atmete, lachte einmal leise gegen die Dunkelheit, und ich spürte, wie ein zweites, kleineres Kommen sie durchlief, nur von meiner Zunge und den stillen Fingern in ihr. Dann hob sie sich, küsste mich wieder, tief, und wischte mit dem Daumen über mein Kinn, als gehöre das, was dort glänzte, uns beiden. Ich war so nass, dass meine Hose an den Oberschenkeln klebte, und Gaia schob die Hand wieder zwischen meine Beine, fand meinen Kitzler und rieb ihn schnell, fest, bis ich gegen ihre Hand stieß und in den Samt keuchte, während sie mir zusah, ohne den Blick zu schonen.


Ein Lichtstreifen fiel durch die Seitentür, und eine erwachsene Technikerin kam den Gang entlang, den Werkzeugkasten in der Hand, den Blick schon halb in den Saal gerichtet, weil sie vermutlich nur die Notbeleuchtung prüfen wollte. Gaia setzte sich nicht zurück. Sie blieb über mir, die Schenkel offen, meine Finger noch an ihrem Eingang, und ich sah die Frau, und Gaia sah sie auch, und keiner von uns beiden sagte, dass wir aufhören sollten. Etwas in mir zog sich zusammen, Scham und Hunger in derselben Bewegung, und ich merkte, dass ich weitermachen wollte, gerade weil jemand uns sah.

Gaia senkte die Hüften wieder auf meinen Mund, langsamer diesmal, und ich leckte sie, während die Technikerin stehen blieb, einen Atemzug lang, dann den Blick senkte, als hätte sie etwas Privates betreten und beschlossen, es nicht zu zerstören. Sie ging weiter, den Seitengang entlang, die Schritte leise auf dem Teppich, und Gaia stöhnte gegen meine Stirn, nasser als zuvor, als hätte der fremde Blick sie geöffnet. Ich stieß die Finger wieder in ihre Fotze, den Daumen gegen den feuchten Damm, und sie rieb sich an meinem Gesicht, ungeniert, während die Tür am anderen Ende ins Schloss fiel.

„Sie hat uns gesehen“, flüsterte ich gegen sie, und meine Stimme zitterte vor dem, was das mit mir machte.

„Und du hörst nicht auf“, sagte Gaia, und es klang wie Lob und wie eine Probe. „Gut. Dann bleib genau so.“

Ich blieb. Ich saugte sie, bis sie wieder kam, leiser diesmal, die Hände in meinem Haar, und tropfte auf meine Lippen, während irgendwo im Haus ein Schaltkasten zuklappte und die Technikerin uns das Haus ließ, als wäre der Saal immer noch nur ein Saal. Gaia küsste mich danach, langsam, und ich spürte, dass sie das Gesehenwerden gewollt hatte, genauso wie ich, und dass der Abstand, den ich den ganzen Abend gehalten hatte, in diesem Moment nichts mehr galt.


Wir gingen die enge Treppe zur Vorführkabine hinauf, Gaia vor mir, die Hose nur notdürftig hochgezogen, und ich schloss die Tür hinter uns, obwohl niemand mehr kommen würde, den wir nicht schon hatten kommen lassen. Der Projektor stand still, die Kopien lagen in ihren Dosen, und der kleine Raum roch nach warmem Staub und Maschinenöl. Gaia setzte sich auf den Stuhl vor dem Guckfenster, zog die Hose ganz aus, spreizte die Knie und zog mich zwischen sich, und ich kniete, weil ich sie von unten sehen wollte, offen, glänzend, den Saal hinter dem Glas leer und dunkel.

Ich fickte sie mit der Hand, drei Finger, fest und tief, und leckte ihren Kitzler in demselben Takt, bis sie die Lehne packte und das erste Mal in der Kabine kam, so heftig, dass sie nass auf den Linoleumboden tropfte. Ich hörte nicht auf. Ich nahm sie wieder in den Mund, saog, stieß, und Gaia stöhnte meinen Namen nicht, sie stöhnte Laute, die zu keinem Plakat passten, und kam ein zweites Mal, die Oberschenkel nass, ein Faden von ihr, der sich bis zum Boden zog. Ich strich mit der freien Hand über ihre Brüste unter dem Hemd, fand die harten Brustwarzen, und sie drückte sich mir entgegen, als wolle sie nichts mehr getrennt halten, nicht den Körper vom Spiel, nicht die Frau vom Bild.

Beim dritten Mal zitterte sie so sehr, dass ich sie am Stuhl festhalten musste, und sie tropfte weiter, kleine dunkle Flecken auf dem Boden der Kabine, und ich leckte sie sauber und machte sie sofort wieder nass, weil ich den Geschmack nicht hergeben wollte. Gaia lachte atemlos, zog mich hoch, küsste mich, und ich fühlte ihr Kommen noch in den Muskeln ihres Bauchs, ein Nachbeben, das gegen meine Hüfte schlug. Sie griff zwischen meine Beine, fand mich überempfindlich und feucht, und brachte mich mit zwei Fingern und dem Mund an meiner Brust in wenigen Atemzügen dazu, gegen sie zu stoßen, während hinter uns das Guckfenster den leeren Saal zeigte wie eine Bühne, die wir schon benutzt hatten.

„Das ist ein Anfang“, sagte ich gegen ihren Hals, und ich meinte die Nacht und mehr als die Nacht, und ich hörte selbst, wie sehr ich behalten wollte, was sich nicht behalten ließ.


Gaia sah mich an, und für einen Herzschlag setzte sie an, den Mund schon formend, als wolle sie mich bitten, nicht so zu schauen, nicht wie auf etwas, das man an eine Wand hängt und von weitem liebt. Der Satz kam nicht. Stattdessen nahm sie meinen Hinterkopf, schob mich wieder zwischen ihre Beine, und ich sank auf die Knie, den Mund auf ihrer Fotze, und leckte sie, während sie stand, eine Hand am Projektor, die andere in meinem Haar. Sie war so nass, dass ich schluckte und weiterschluckte, und sie rieb sich an meiner Zunge, bis ein viertes, stilleres Kommen sie krümmte und sie meinen Namen diesmal fast gesagt hätte und es dann doch nicht tat.

Ich küsste den Innenschenkel, den Bauch, den Rand des Hemdes, und sie zog mich hoch und küsste mich wie eine Antwort, tief und langsam, als wäre der Kuss das Ja, das sie dem Wort Anfang nicht geben wollte. Draußen hellte der Regen sich auf, ein erster grauer Streifen hinter den Schornsteinen von St. Pauli, und ich wusste, dass die Nacht zu Ende ging, bevor sie zu einer Geschichte werden konnte, die man am nächsten Tag noch anrufen durfte. Gaia streifte die Hose wieder über die nassen Schenkel, glättete das Hemd, und ich stand da mit dem Geschmack von ihr im Mund und dem Satz auf der Zunge, den ich schon gesagt hatte und den sie nicht aufgenommen hatte.

„Die Nummer“, sagte ich, und hasste, wie klein das klang nach allem, was auf dem Boden der Kabine glänzte.

Sie küsste mich noch einmal, kürzer, und schüttelte den Kopf nicht einmal richtig. Sie ging einfach. Die Treppe hinunter, durch das Foyer, die Kette, die ich für sie öffnete, und der Herbst, der schon nach Dämmerung roch. Ich blieb in der Kabine stehen, den Geruch von ihr an den Fingern, und hörte unten die Glastür, und dann nichts mehr als den Regen.


Vom Fenster der Kabine aus sah ich sie über den nassen Bürgersteig gehen, den Kragen hoch, den Gang einer Frau, die ihren Körper besaß, ohne ihn zu erklären, und am Ende der Straße wartete der Mannschaftsbus mit laufendem Motor, ein dunkler Kasten im ersten Licht. Sie stieg ein, ohne sich umzudrehen, und ich begriff, dass sie die Nacht wie eine geschlossene Vorstellung behandelt hatte, obwohl sie hatte behalten werden wollen, und dass ich genau die Frau gewesen war, die nicht zurückgetreten war. Es kostete sie das, und es ließ den unfertigen Satz in ihr liegen, denselben, den ich ihr nicht hatte abnehmen können, weil sie ihn nicht ausgesprochen hatte.

Ich löschte die letzte Lampe, sicherte die Kopien, und der Boden der Kabine trocknete schon, als wäre nichts gewesen, das tropfen durfte. Unten in der dritten Reihe lag noch die Wärme von uns im Samt, und ich setzte mich einen Moment dorthin, wo sie gesessen hatte, und wusste, dass sie weiterfahren würde, durch Städte, durch Hallen, durch Nächte, die nicht so heißen durften. Gaia sucht die nächste Frau, die im Tausch bleibt, diesmal ohne Namen und ohne Saal.