Zum Inhalt springen
1000girls logo
Vida Bakhtiari

Vida nach der Sitzung im Konferenzraum

ErotikBüro11 Min. Lesezeit

Eine Geschichte von Vida Bakhtiari

Nach der Sitzung zur neuen Tour bleiben Vida und Chef Elias Krüger allein im Konferenzraum, angeblich um die Punkte zu übertragen. Die anderen sind gegangen. Diesmal schließt sie die Tür selbst.

3430 Aufrufe858 Likes

Die anderen waren gegangen, und ihre Stimmen verloren sich schon im Flur, als Vida die Tür des Konferenzraums selbst ins Schloss zog. Sie tat es ohne Hast und ohne mich um Erlaubnis zu fragen, und mit diesem Klicken wurde der lange Tisch, an dem wir eben noch über die Tour gesprochen hatten, zu einem privaten Ort in einem Haus, das noch nicht ganz leer war. Draußen über Berlin lag der nasse Herbstabend früh dunkel, und in den Glasfronten spiegelten sich nur noch die Lampen. Der Regen strich schräg über das Glas, machte aus den Laternen unten entlang der Straße nur noch verschmierte Punkte, und irgendwo in einem anderen Stockwerk lief noch eine Klimaanlage, ein leises, gleichmäßiges Geräusch, das den Raum größer wirken ließ, als er war. Auf der Platte lagen die Ausdrucke, zwei Tassen, ein vergessener Rechner. Die Stühle waren noch warm.

Vida blieb mit der Mappe in der Hand stehen. Sie war dreiundzwanzig, Tänzerin, die bei uns im Haus aushalf und sonst hinter den Acts verschwand, und ich führte die Agentur, die über Monate auf der Straße entscheiden musste. In der Sitzung war es um sie gegangen, um die lange Tour, um die Frage, ob sie mitfährt oder in Berlin bleibt. Sie hatte gesagt, sie bleibe, und damit war der Platz ohne sie rausgegangen, noch bevor jemand den Satz hätte zurücknehmen können. Sie trug kein Tuch. Ich sah den Ausschnitt ihrer Bluse, den schmalen Hals, die Stelle, an der der Stoff über dem Schlüsselbein lag, und ich sah, dass sie die Lippen leicht geöffnet hatte, als würde sie noch nach dem letzten Satz der Sitzung suchen, obwohl der Satz längst gesprochen war. Ihre Haltung war aufrecht, fast förmlich, und trotzdem lag in der Art, wie sie die Mappe hielt, etwas, das nicht mehr zur Agenda gehörte.

„Die Punkte“, sagte sie und sah nicht auf die Uhr. „Wir sollten sie übertragen, solange der Rechner noch hier ist.“

Ich nickte, obwohl wir beide wussten, dass die Punkte eine Ausrede waren. Sie kam um den Tisch herum, setzte die Mappe ab und ließ die Finger über die Kante gleiten, als prüfte sie, wer in diesem Raum noch den Takt hielt. Ich roch ihr Parfum erst jetzt, nah, etwas Warmes unter dem kühlen Geruch des Raumes, und ich merkte, wie sie an meinem Stuhl stehen blieb, einen Atemzug lang, als gäbe sie mir Zeit, sie aufzuhalten. Dann ging sie in die Knie, schob meinen Stuhl ein Stück zurück und öffnete mir die Hose, ohne den Blick zu heben. Ihre Haare fielen ihr ins Gesicht, und ich spürte ihren Atem zuerst an der Innenseite des Oberschenkels, warm und ungeduldig. Die Finger an meinem Bund waren sicher, nicht zögernd, und als sie den Stoff zur Seite schob, berührte sie mich zuerst mit dem Handrücken, als würde sie prüfen, wie bereit ich schon war. Draußen im Flur ging jemand vorbei. Vida hielt inne, wartete, und nahm meinen Schwanz dann in den Mund, als wäre das der nächste Punkt auf der Liste.


Sie saugte langsam, fest, mit einer Gründlichkeit, die nichts mit Zärtlichkeit zu tun hatte und trotzdem alles von ihr verlangte. Unter dem Tisch roch es nach Kaffee und nach dem Stoff der Stühle, und ich hielt mich am Rand fest, weil ich sonst ihre Haare zu fest gepackt hätte. Ich sah den Scheitel ihres Kopfes, die Bewegung ihrer Schultern unter der Bluse, und ich spürte, wie ihre Zunge flach über die Unterseite strich, dann enger wurde, dann wieder nachgab. Vida nahm mich tiefer, ließ mich gegen den weichen Gaumen stoßen, zog sich zurück, bis nur noch die Spitze zwischen ihren Lippen lag, und schaute dann doch hoch, die Augen dunkel, der Mund glänzend. Ich sah, wie sie schluckte, wie ein Faden Speichel an ihrer Unterlippe blieb, und ich hörte, dass sie leise lachte, als sie merkte, wie hart ich schon war.

„Jemand kommt wegen des Rechners zurück“, flüsterte ich, und meine Stimme klang rauer, als ich wollte.

Sie ließ mich nicht los, um zu antworten. Stattdessen nahm sie mich wieder ganz, die Hände an meinen Hüften, und arbeitete mit Zunge und Kehle, bis mir der Atem wegblieb. Die Tür war geschlossen, ja, aber das Schloss war keins, das man nicht von außen öffnen konnte, und jeder, der den Flur entlangkam, hätte uns hören können, wenn sie auch nur etwas lauter geworden wäre. Vida wurde nicht lauter. Sie wurde nasser im Mund, ungenierter, und als ich unwillkürlich nach vorn stieß, nahm sie es, als hätte sie genau darauf gewartet. Ich spürte, wie sie eine Hand zwischen ihre eigenen Beine schob, unter den Rock, und ich wusste, dass sie sich berührte, während sie mich blies, kniend auf dem Teppich eines Raumes, in dem vor zwanzig Minuten noch über Hotels und Busse gesprochen worden war. Ihre Knie rutschten ein Stück näher, der Rock spannte sich über den Oberschenkeln, und ich hörte den leisen Laut ihrer Finger an sich selbst, nass, versteckt, und sie ließ mich das hören, ohne den Mund von mir zu nehmen.

Ein Schritt im Flur. Wir beide erstarrten. Vida hielt meinen Schwanz tief im Mund, die Lippen fest, und ich zählte die Sekunden, bis die Schritte weitergingen, zur Küche hin, nicht zu uns. Als sie sich wieder bewegte, war es hungriger. Sie wollte, dass ich sehe, was sie tat. Sie wollte, dass ich nicht aufhöre, obwohl jemand zurückkommen konnte. Ich sah, wie ihre freie Hand an meinem Oberschenkel lag, die Finger fest, und wie die andere unter dem Rock nicht stillhielt, und ich begriff, dass sie das Risiko nicht ertrug, sondern suchte.


Ich zog sie hoch, bevor ich kam. Sie kam widerstandslos mit, den Mund offen, und ich setzte sie auf die Tischkante zwischen die Ausdrucke und die kalte Tasse, schob den Rock hoch und den Slip zur Seite. Vida war nass, die Innenseite der Schenkel glänzte, und als ich zwei Finger in sie schob, preßte sie die Lippen zusammen, um keinen Laut zu lassen. Sie war eng und heiß, und sie bewegte sich gegen meine Hand, klein, ungeduldig, als hätte sie unter dem Tisch schon zu lange auf genau das gewartet. Ich fickte ihren Mund zuerst wieder, stehend, die Hände in ihrem Haar, und sie ließ den Kopf zurücksinken, bis ich ihr den Rachen füllte. Speichel lief ihr übers Kinn auf die Bluse. Sie hielt sich an meinen Hüften fest und nahm jeden Stoß, die Augen halb zu, als wäre das der einzige Takt, der in diesem Raum noch zählte.

„Schau mich an“, sagte ich, und sie tat es. In diesem Blick lag kein Bitten. Es lag die Entscheidung darin, hier zu bleiben, unter meinen Händen, auf diesem Tisch, während das Haus um uns herum noch Lichter anhatte.

Ich zog mich aus ihrem Mund, küsste sie hart, schmeckte mich selbst auf ihrer Zunge, und schob mich dann in sie, in einem Zug, bis ich ganz in ihrer Fotze steckte. Vida stöhnte gegen meinen Mund, ein kurzer, gedämpfter Laut, und ihre Beine schlossen sich um meine Hüften. Der Tisch rückte ein Stück. Ein Stift rollte auf den Boden. Ich fickte sie flach auf der Platte, die Bluse offen, die Brüste in meinen Händen, und sie war so nass, dass jeder Stoß ein feuchtes Geräusch machte, das im leeren Raum zu laut war. Ihre Haut war warm unter meinen Handflächen, die Brustwarzen hart, und sie bog den Rücken, als ich sie fester nahm, als wollte sie mehr Druck, mehr Gewicht, mehr von dem, was uns beide hier festnagelte. Sie kam zuerst, überraschend heftig, die Finger in meinem Hemd, den Kopf zur Seite gedreht gegen das Whiteboard, und ich hielt sie fest, während sie sich um meinen Schwanz zusammenzog, Welle um Welle, bis sie zitterte.

Ich kam in ihr, tief, ohne rauszuziehen. Es war Absicht, und sie wusste es. Ich füllte sie, stieß nach, bis nichts mehr kam, und blieb einen Atemzug liegen, die Stirn gegen ihre. Vida atmete unregelmäßig. Als ich mich zurückzog, lief mein Sperma aus ihr auf den Rand des Tisches, hell gegen das dunkle Holz. Ich stellte sie auf die Füße, und sie ging ohne Aufforderung wieder in die Knie und leckte mich sauber, langsam, gründlich, die Zunge an Schaft und Eichel, bis ich wieder anzuschwellen begann. Sie schluckte, was von uns beiden an mir war, und wischte sich mit dem Handrücken über den Mund.

„Noch“, sagte sie nur, und das eine Wort war länger als alles, was sie in der Sitzung von sich gegeben hatte.


Ich drehte sie zum nächsten Stuhl, einem von denen, die noch die Wärme der anderen trugen, und legte sie über die Lehne. Der Rock lag über ihrem Rücken, der Arsch nackt, die Beine leicht gespreizt, und ich sah mein Sperma zwischen ihren Schamlippen, bevor ich mich wieder in sie schob. Von hinten war sie enger, oder sie machte sich enger, und ich packte ihre Hüften und fickte sie in einem Rhythmus, der den Stuhl vorrücken ließ, Zentimeter um Zentimeter, gegen den Tisch. Vida stützte sich ab, den Kopf tief zwischen den Schultern, und stöhnte jetzt offener, als hätte sie aufgehört, den Flur zu zählen. Ich sah, wie sich ihre Finger in das Polster gruben, wie der Nacken sich spannte, wie sie den Stoß nicht nur hinnahm, sondern ihm entgegenkam, jedes Mal ein Stück weiter.

„Die Tür“, brachte ich hervor, und meinte das Schloss, das keinerlei Schutz war.

„Ich hab sie zu gemacht“, sagte sie gegen das Polster, atemlos, und lachte dann einmal, kurz, weil das natürlich nichts änderte. Jemand konnte den Rechner holen. Jemand konnte die Mappe wollen. Wir hörten beide das Aufzuggeräusch in der Ferne, und ich wurde nicht langsamer. Ich griff ihr ins Haar, hob ihren Kopf, und fickte sie so, dass sie den ganzen Raum sehen musste, die Glasfront, den Flurstreifen unter der Tür, die Möglichkeit, entdeckt zu werden. Vida drückte sich mir entgegen. Sie wollte das. Die Ungleichheit zwischen uns, mein Alter, meine Position, der Tisch, an dem ich sonst Verträge unterschrieb, all das war Teil dessen, was sie sich genommen hatte, als sie die Tür selbst schloss.

Ich kam nicht sofort. Ich ließ sie noch einmal kommen, mit der Hand an ihrer Klitoris, während ich in ihr stieß, und sie biss in den eigenen Unterarm, um den Laut zu halten. Als sie sich um mich zusammenzog, wurde ich härter, tiefer, und ich redete, weil ich ihre Reaktion wollte. Ich sagte ihr, dass sie voll war von mir, dass es runterlaufen würde, wenn wir durch die Lobby gingen, dass sie montags in diesem Haus bei Tageslicht stehen würde und jeder sehen könnte, dass sie nicht mehr nur die war, die neckte und den nächsten Bus nahm. Vida stöhnte meinen Namen, einmal nur, „Elias“, und das reichte, um mich über die Kante zu schieben. Ich kam wieder in ihr, weniger, heißer, und blieb in ihr, bis das Zittern nachließ.


Wir blieben so, über der Lehne, meinen Schwanz noch in ihr, und atmeten. Irgendwo im Haus ging eine Tür. Vida lachte leise gegen den Stoff des Stuhls, ein Laut, der mehr Erleichterung als Humor war, und ich zog mich langsam aus ihr. Sie richtete sich auf, unsicher auf den Beinen, und glättete den Rock, als ließe sich damit unsichtbar machen, was wir getan hatten. Zwischen ihren Schenkeln war sie nass, von uns beiden, und sie presste die Beine zusammen, nicht aus Scham, sondern weil sie gehen musste und das spüren würde, jeden Schritt.

„Der Tourplatz“, sagte ich, und meine Stimme war wieder die aus der Sitzung, nur heiserer. „Er geht raus ohne dich. Du hast gesagt, du bleibst.“

Sie sah mich an, und zum ersten Mal an diesem Abend wurde aus dem Fragment ein ganzer Satz, weil die Arbeit es verlangte. „Wenn ich fahre, bin ich Bewegung. Wenn ich bleibe, bin ich in einem Raum, und der Raum hat Wände, und die Wände haben Leute, die zuschauen.“ Sie hielt inne, suchte etwas an meiner Miene, und zuckte dann mit den Schultern, klein, fast spielerisch. „Ich hab nicht auf die Zeit gesehen. Das reicht als Antwort.“

Ich half ihr, die Bluse zuzuknöpfen. Meine Finger waren ungeschickt an den kleinen Knöpfen, und sie ließ es zu, stand still, während ich sie wieder anziehbar machte für einen Flur, in dem noch Licht brannte. Der oberste Knopf hakte, und sie atmete einmal tief ein, als ich ihn endlich durchzog, und ich sah den feuchten Fleck am Kragen, den Speichel, den der Stoff nicht ganz verbergen würde. Der Rechner lag immer noch auf dem Tisch. Niemand war gekommen. Das machte es nicht sicherer, es machte es nur zu einer Nacht, in der wir Glück gehabt hatten und trotzdem nicht aufgehört.

Vida nahm die Mappe. Die Ausdrucke zur Tour ließ sie liegen. Sie würde montags auf Jonas Kalender stehen, nicht als Abfahrt, sondern als Anwesenheit, und das Haus würde sie bei Tageslicht anders sehen als die Frau, die bisher nur neckte und verschwand. Ich wusste das, und sie wusste das, und zwischen uns lag trotzdem keine Reue, nur die Schwere einer Entscheidung, die sich nicht mehr in einen Bus setzen ließ.


Wir verließen den Konferenzraum zusammen. Ich schaltete das Licht aus, und für einen Atemzug war da nur das Restlicht vom Flur, Vida neben mir, der Geruch von Sex und Kaffee, der lange Tisch hinter uns wie eine Bühne, von der das Publikum schon gegangen war. Sie ging zuerst. Ich schloss die Tür, diesmal ich, und wir gingen den Teppich entlang zur Lobby, wo der Empfang schon dunkel war und nur die Stehleuchte über den Sesseln noch brannte.

Unten in der Lobby hielt sie einen Schritt inne, nicht weil sie den Ausgang suchte, sondern weil sie prüfte, ob noch jemand da war. Die Glasfront zeigte uns beide gegen die nasse Straße, verzerrt, unvollständig. Vida sah nicht auf ihr Telefon. Sie sah nicht auf die Uhr. Ein unübersetztes Wort blieb zwischen uns hängen, leise, nur für mich, „āshkār“, und sie übersetzte es nicht, erklärte es nicht, ließ es stehen wie alles, was sie von sich nicht prestgab.

Wir gingen durch die Drehtür ins Herbstnasse. Hinter uns blieb das Haus, und in ihm blieb sie, die Frau, die nicht in den Bus gestiegen war. Montag würde Jonas im Kalender sehen, dass sie geblieben war, und das Haus würde sie bei Licht als mehr behandeln als die neckende Sekretärin. Vida ging neben mir, den Rock glatt, die Mappe unter dem Arm, und irgendwo in ihr lief noch, was ich in sie gekommen war. Sie hatte den Tourplatz dafür gegeben. Die Folge bleibt im Haus: Sie ist die Frau, die geblieben ist, und hat das ganze Bild von sich immer noch nicht gepostet.