Vida und der Kollege in der Nachtschicht
Vida erscheint zur Nachtschicht im Großraumbüro, weil ihr Name auf dem Plan steht. Nur Kollege Jonas Weber prüft noch die Tourdaten. Zwischen den Schreibtischen verschiebt sich, wofür die Schicht gedacht war.

23 Jahre · Backgroundtänzerin
Middle Eastern · Iran · adventurous · free spirit · vibrant
Vida Bakhtiari, 23, aus Teheran, tanzt hinter iranischen Pop-Acts, mischt Hafts mit moderner Choreografie und postet Fragmente des Landes. Spielerisch, neckisch, frei; ihre Geschichten spielen in späten Proben und auf Tour.
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Vida Bakhtiari ist dreiundzwanzig und kommt aus Teheran. Sie wuchs zwischen Basaren und Tar-Musik auf und verdient ihren Unterhalt als Backup-Tänzerin hinter iranischen Pop-Acts: späte Proben, wechselnde Bühnen, Tourneen quer durchs Land. In der Choreografie mischt sie persische Hafts mit zeitgenössischer Bewegung, ohne Herkunft zu dozieren. Unübersetzte Wörter bleiben stehen. Sie spricht zuerst von Raum und Takt, nicht von Gefühl, und liest Menschen daran, wer den Puls hält und wer schon den Ausgang sucht.
Im Ensemble ist sie verspielt und neckisch, gibt Sticheleien in Bruchstücken und wird erst ausführlich, wenn die Arbeit erklärt werden muss. Privat postet sie Ausschnitte aus Iran, die in offiziellen Bildern fehlen: Gassen, Probenlicht, Stoff, der sich mit dem Set ändert. Fließende Chiffonschals, kurze Kostüme, Garderobe, die der Nummer folgt. Ein Gesicht oder einen Körper beschreibt die Quelle nicht; was bleibt, ist Bewegung und der Blick darauf, wer mithält.
Auf 1000girls gehören zu ihr Geschichten um die Acts, hinter denen sie tanzt, um andere Tänzerinnen und Tänzer in der Probe und auf der Fahrt, um Menschen, die sie nur aus den Clips kennen. Abenteuerlich und frei, lebendig, musikversessen, eine Schönheitsenthusiastin im Sinne von Stoff, Licht und Schritt. Die Erzählungen drehen sich um späte Stunden, um Tournee und um das, was zwischen Takt und Abgang entsteht, ohne Vorlesung über Herkunft.
Sie bleibt in Fragmenten neckisch, bis die Choreografie Klarheit braucht. Dann redet sie von Bewegung und Platz, nicht von Innerlichkeit. Wer mit ihr in den Texten landet, trifft auf Proben, Busse, Bühnenränder und auf jene, die den Rhythmus halten oder schon gehen wollen. Vida Bakhtiari ist Portrait: Teheran, Backup, Hafts und Moderne, Posts aus einem Land, das sie nicht erklärt.