
Grace im Büro des Chefs
BDSM Geschichte Chef BüroBDSM12 Min. Lesezeit
Eine Geschichte von Grace Mitchell
Grace Mitchell ist für eine Kampagne in den Büroräumen einer Münchner Agentur. Der Chef behält sie nach Feierabend zurück. Sie bleibt, weil sie geführt werden will, nicht weil der Auftrag es verlangt.
Die letzte Assistentin zog den Mantel über die Schultern und warf noch einen Blick in mein Büro. Ich hörte ihre Absätze auf dem Linoleum, dann die leise Verbeugung der Tür, und erst danach merkte ich, wie lange ich schon auf genau diese Leere gewartet hatte. Draußen lag München im nassen Spätherbst, die Laternen der Ludwigstraße zitterten in den Pfützen, und in den Gängen der Agentur erloschen nacheinander die Deckenleuchten. Der Geruch von nassem Asphalt und altem Kaffee hing in der Klimaanlage. Grace Mitchell saß auf der Kante des Besucherstuhls, einundzwanzig Jahre alt, klein und schmal in einem Pullover, der zu ernst für ihr lavendelfarbenes Haar wirkte, und sie war nicht hier, weil die Kampagne es verlangte. Sie saß da, die Knie eng beieinander, die Finger ineinandergelegt. Ich hatte sie nach Feierabend zurückgehalten, und sie war geblieben, weil sie geführt werden wollte.
Zwischen uns lag der Auftrag, der uns offiziell in denselben Räumen hielt. Die Moodboards an der Wand, die Namen der Kunden, das alles war noch da und bedeutete in diesem Moment weniger als der Abstand zwischen ihrem Stuhl und meinem Schreibtisch. Ein Wort nach außen hätte die Kampagne gefährdet. Ein Wort zu wenig hätte sie wieder allein nach Hause geschickt, mit dem Hunger, den sie seit der Galerie nicht angefasst hatte. Ich sah ihr das an, ohne dass sie es benannte. Die Art, wie sie den Blick senkte und ihn dann doch hob, die kleine Unruhe in den Schultern. Die schmale Stahlkette unter dem Kragen zeichnete sich ab, wenn sie schluckte. Ich kannte das Gewicht dieses Bands und sah, dass sie es trug, als gehöre es schon länger zu ihr als dieser Pullover.
„Du bleibst“, sagte ich, und es war keine Frage.
Sie nickte, und in den blauen Augen lag diese schüchterne Spielerei, mit der sie oft tat, als hätte sie die Antwort schon und wollte sie nur nicht ganz aussprechen. Ein Hauch von Lippenstift war noch da, blass, fast weggeküsst vom Tag, und darunter der Mund, den sie unwillkürlich öffnete, als ich aufstand. Ich schloss die Bürotür. Das Schloss schnappte leise. Draußen fuhr der Aufzug, dann wurde es still, und der Regen strich gegen das Glas, als gehöre die Stadt für diesen Abend nicht mehr uns.
Ich setzte mich hinter den Schreibtisch, ohne das Licht über uns heller zu drehen. Die Lampe warf einen engen Kreis, der uns einschloss und den Rest des Raums ins Dunkel schob, die Regale, die Kampagnenordner, die Fotos an der Wand, auf denen sie lachte, als wäre sie nur Talent. Grace kam um die Platte herum und kniete sich auf den Teppich. Der Teppich war hart unter den Knien, ich sah es an der Art, wie sie sich zurechtrückte, und sie klagte nicht. Ihre Finger öffneten meine Hose mit einer Konzentration, die mich härter machte als jede Eile. Sie zog den Stoff beiseite, nahm meinen Schwanz in die Hand und sah kurz hinauf, als wollte sie sich vergewissern, dass ich sie sah. Ihre Hand war klein, kühl zuerst, dann warm, und sie strich mit dem Daumen über die Spitze, nicht spielerisch, sondern prüfend.
„Darf ich“, fragte sie leise, und es klang wie eine Feststellung, die sich als Frage verkleidet hatte.
Ich legte ihr die Hand in den Nacken. Das lavendelfarbene Haar war weich unter meinen Fingern, und ich spürte, wie sie den Atem anhielt, bevor sie ihn wieder gehen ließ. Sie öffnete den Mund und nahm mich auf, warm und nass, die Lippen fest, die Zunge flach an der Unterseite, und sie ging tiefer, als ihre Schüchternheit vermuten ließ. Ich spürte den Ansatz ihres Rachens, das kurze Würgen, das sie nicht zurückhielt, und den Speichel, der ihr am Kinn herunterlief. Sie arbeitete langsam, dann schneller, und ihre freie Hand lag auf meinem Oberschenkel, als brauchte sie Halt. Die Finger gruben sich in den Stoff im Takt ihres Mundes. Ich ließ sie tun, was sie wollte, und sie wollte meinen Schwanz im Mund, so gründlich, dass ihr die Augen feucht wurden. Zwischen den Bewegungen hörte ich sie atmen durch die Nase, unregelmäßig, und einmal zog sie sich zurück, nur um Speichel von der Unterlippe zu wischen, bevor sie mich wieder aufnahm, tiefer als zuvor.
„Schau mich an“, sagte ich.
Sie tat es, mit dem Mund voll, die Wangen hohl. Die blauen Augen waren glasig vor Anstrengung und vor dem Willen, mich nicht zu enttäuschen. Ich stieß einmal tiefer, spürte, wie sie nachgab, und zog mich zurück, bevor ich kam. Ein Faden Speichel verband uns noch, als sie hustete und mit dem Handrücken über den Mund wischte. Sie lachte kurz, unsicher, und der Laut machte den Raum kleiner. Ich sah, wie rot ihre Lippen waren, wie nass ihr Kinn, und wie sie trotzdem auf den Knien blieb.
Ich holte den Ledergurt aus der Schublade, den niemand in diesem Büro für Akten hielt. Das Leder war dunkel, weich vom Gebrauch, und als ich ihn über die Hand gleiten ließ, folgte ihr Blick der Bewegung, hungrig und ängstlich zugleich. Grace stand auf, als ich es ihr sagte, und reichte mir die Handgelenke. Die Pulse schlugen sichtbar unter der Haut, klein und schnell. Ich band sie vor dem Körper, fest genug, dass sie die Enge spüren musste, nicht fest genug, dass etwas Schaden nahm. Sie testete die Bindung einmal, ein kurzes Ziehen, und atmete aus, als ihr klar wurde, dass sie nicht nachgeben würde. Ich drehte sie an den Schreibtisch und legte den Oberkörper auf die kühle Platte. Der Pullover rutschte hoch. Darunter war ihre Haut blass und warm, und ich sah den Ansatz der Rippen, als sie den Atem anhielt. Ich zog ihr den Rock über die Hüften und die Unterwäsche bis zu den Knien.
Ihr Hintern war klein, blass im Licht der Stehlampe, und sie zitterte schon, bevor ich sie berührte. Ich strich mit der flachen Hand darüber, einmal, zweimal, und sie presste die Stirn auf das Holz. Dann schlug ich zu. Der erste Schlag war laut in dem leeren Büro, ein trockener Knall, und sie stieß einen Laut aus, der kein Protest war. Die Haut färbte sich sofort, ein erstes Rosa. Ich schlug wieder, tiefer, auf dieselbe Stelle, dann auf die andere Seite, und die Haut rötete sich unter meiner Hand, warm und fest. Sie versuchte, die Hüften stillzuhalten, und schaffte es nicht. Nach jedem Schlag hob sie sie unwillkürlich, als suche sie den nächsten, und senkte sie wieder, beschämt über das eigene Verlangen. Nach dem sechsten Schlag keuchte sie meinen Namen nicht, sondern ein Wort, das wie Bitte klang und wie Scham.
„Du nimmst das“, sagte ich, und meine Stimme war ruhiger, als ich mich fühlte. „Du bleibst liegen und zählst nicht. Du fühlst.“
Sie nickte gegen die Platte. Ein feuchter Abdruck ihres Atems blieb auf dem Lack. Ich schlug weiter, rhythmischer jetzt, und zwischen den Schlägen strich ich über die Hitze, die ich hinterlassen hatte, bis sie nass an meinen Fingern war. Die Rötung war ungleichmäßig, dunkler dort, wo ich zweimal getroffen hatte, und sie zuckte, wenn ich nur mit den Fingerspitzen darüberfuhr. Ihre Fotze glänzte, als ich sie spreizte, und sie stöhnte in den Unterarm, die gebundenen Hände vor dem Gesicht. Ich steckte zwei Finger in sie, langsam, bis zum Ansatz, und sie war so nass, dass es ein Laut wurde. Innen war sie heiß und eng, und sie zog sich um meine Finger zusammen.
„Du liegst über dem Schreibtisch deines Chefs und tropfst auf den Boden. Das ist alles, was du heute Abend bist.“
„Ja“, flüsterte sie, und es kam nicht kleinlaut, sondern hungrig. Sie drehte den Kopf soweit sie konnte, eine Wange gegen das Holz, und ich sah das Rosa in ihrem Gesicht. „Bitte nicht aufhören.“
Ich nahm die Finger heraus, stellte mich hinter sie und schob meinen Schwanz in einem Zug in sie. Sie war eng und heiß und so bereit, dass ich bis zum Anschlag glitt, die Hüften an den geröteten Hintern. Ich hielt inne, spürte, wie sie sich um mich zusammenzog, und begann zu ficken, hart, von hinten, ohne Schonung, die Hände an ihren Hüften. Jeder Stoß schob sie über die Platte, Papiere knitterten unter ihrer Wange, und sie stöhnte offen, roh, als gäbe es in diesem Gebäude niemanden mehr, den man schonen musste. Der Schreibtisch rutschte ein Stück, nur wenig, genug, dass etwas Metallisches klirrte.
Ich fasste ihr in das lavendelfarbene Haar und zog den Kopf zurück, nicht grausam, nur bestimmt, und der Stahl des Halsbands blitzte am Hals. Die Kette spannte sich, ein schmaler Druck, und sie keuchte, als spüre sie genau das. Zwanzig Jahre lagen zwischen uns, und in diesem Winkel war das kein Geheimnis mehr. Ich fickte sie tiefer, hörte, wie sie versuchte, Sätze zu bilden, und nur noch Bruchstücke hervorbrachte. Mein Name, ein Bitten, ein Laut, der kein Wort war. Sie kam nicht. Ich hatte es ihr nicht erlaubt, und sie hielt sich daran, zitternd, die Schenkel nass, die Stimme schon am Rand.
Als ich nah war, zog ich mich heraus. Die Kälte der Luft nach ihrer Hitze war scharf. Ich drehte sie um, nicht sanft, und sie rutschte auf die Knie, die gebundenen Hände in den Schoß, den Mund schon offen, bevor ich es verlangte. Ihre Knie mussten schmerzen, sie zeigte es nicht. Ich kam ihr ins Gesicht, dick, über Wange und Lippen und an das Halsband, und sie kniff die Augen nicht zu. Ein Tropfen hing an ihren Wimpern, ein anderer lief langsam die Stahlkette hinunter. Sie nahm, was ich ihr gab, und streckte die Zunge heraus, als ich es ihr sagte, und schluckte, was sie erreichte. Ein Rest lief ihr ans Kinn. Ich strich ihn mit dem Daumen nach oben und schob ihn ihr in den Mund, und sie saugte daran. Ihre Zunge war warm, ihre Lippen weich, und sie sah mich an, während sie es tat, blau und nass.
Der Konferenztisch stand im Nebenraum, lang, dunkel, noch mit den Resten der Nachmittagssitzung. Ich führte sie dorthin, die Hände noch gebunden, das Gesicht noch nass von mir, und hob sie auf die Platte. Sie war leicht, und sie half, indem sie sich aufstützte, so gut sie konnte. Sie legte sich auf den Rücken, die Knie geöffnet, der Rock irgendwo am Boden. Das Holz war kühl unter ihrem Rücken. Ich trat zwischen ihre Beine und schob mich wieder in sie, langsamer diesmal, tiefer, und sie umschloss mich mit einem Laut, der fast wie Erleichterung klang. Ich blieb einen Herzschlag lang ganz in ihr, Stirn gegen ihre Stirn, bevor ich mich bewegte.
„Du kommst nicht, bevor ich es sage“, sagte ich. „Du bittest. Du wartest.“
Sie biss sich auf die Unterlippe und nickte. Ein Laut kam trotzdem, klein, unterdrückt. Ich fickte sie auf dem Tisch, die Hände unter ihrem Hintern, und sah ihr zu, wie sie versuchte, stillzuhalten und es nicht schaffte. Jeder Stoß hob sie ein Stück, senkte sie, und die Kette am Hals klickte leise gegen das Holz. Die blauen Augen waren feucht vor dem Verbot, das sie selbst wollte. Ich rieb mit dem Daumen über ihre Klitoris, fest, im Takt, und sie wimmerte, der ganze schmale Körper straff, und sie kam nicht. Sie hielt sich. Das war das Eigentliche. Ich sah die Anstrengung in ihrem Kiefer, in den gebundenen Fingern, die sich ineinanderkrallten.
„Bitte“, sagte sie endlich, und die Stimme war weich und kurz. „Bitte, darf ich.“
Ich beugte mich über sie, die Stirn an ihrer Stirn, und stieß tiefer. Ihr Atem mischte sich mit meinem, warm, unregelmäßig. „Jetzt. Komm für mich.“
Sie kam mit einem Laut, der den Raum füllte, die gebundenen Hände gegen meine Brust, die Schenkel hart um meine Hüften, und ich spürte jede Welle, jede Enge, jedes Nachzucken. Ich fickte sie durch den Höhepunkt hindurch, bis sie zu schwach zum Halten war, und kam selbst noch einmal in ihr, tiefer als zuvor, mit den Zähnen an ihrer Schulter. Der Pullover schmeckte nach Wolle und nach ihrer Haut. Danach blieb ich in ihr liegen, schwer, und hörte uns beiden atmen. Irgendwo tropfte noch Regen gegen ein Fenster, und unter mir zitterte sie nach, klein, unkontrolliert, die gebundenen Hände noch immer gegen meine Brust.
Ich löste den Gurt. Die Handgelenke waren rot, nicht verletzt, und ich küsste die Stellen. Das Leder hatte eine schmale Spur hinterlassen, warm unter meinen Lippen, und sie machte einen Laut, der nicht mehr nach Sex klang, sondern nach etwas Müdem und Dankbarem. Wir rutschten auf den Teppich zwischen Tisch und Wand, und ich zog sie an mich, den Rücken an meine Brust, den nassen Pullover zwischen uns. Ihre Haare rochen nach ihrem Shampoo und nach dem Büro. Grace weinte, nicht laut, nur nass am Auge, und ich hielt sie, statt sie zu schicken, und das war der Unterschied, den sie gebraucht hatte. Ich strich über ihren Arm, über den Puls, der sich beruhigte, über die Stelle am Hals, wo das Band lag.
„Für diese Nacht bist du mein“, sagte ich in ihr Haar. „Nicht der Kampagne. Mir.“
Sie drehte den Kopf, soweit sie konnte, und suchte meinen Mund. Der Kuss war langsamer als alles, was wir getan hatten, und sie schmeckte nach mir und nach Salz. Ihre Lippen waren geschwollen, weich, und sie küsste, als wolle sie sich merken, dass sie das durfte. Ich strich über das Stahlhalsband. Das Metall war warm geworden, und sie schluckte, als meine Finger darüberglitten.
„Henrik“, sagte sie, nur einmal, als prüfe sie, ob der Name in diesem Raum bleiben durfte. Dann lachte sie nass und klein und schob die Schärfe weg, indem sie mit dem Finger über meine Stirn fuhr. „Du hältst mich. Das ist es, oder?“
Ich nickte gegen ihren Scheitel. Die Macht in diesem Büro war echt gewesen, die Zärtlichkeit danach auch, und ich wusste, dass sie nicht wusste, ob Begehren und Auftrag sich trennen ließen. Draußen fuhr irgendwo ein Auto durch eine Pfütze, und sie zuckte kaum. Ich hielt sie trotzdem, den Arm um ihren Bauch, den Regen gegen das Glas, und nannte sie noch einmal mein, leise, bis ihr Weinen aufhörte und nur noch der Hunger übrig war, der nicht nach Hause wollte.
Später zog sie den Rock wieder zurecht, den Pullover über das Halsband, und an dem Stahl blieb mein Speichel, unsichtbar für jeden, der uns im Aufzug treffen würde. Sie glättete den Stoff mit den Handflächen, als könne man damit den Abend unsichtbar machen, und ich sah, dass ihre Handgelenke noch gerötet waren, ein Geheimnis, das Ärmel verdecken würden. Ich öffnete die Bürotür. Die Gänge waren dunkel, die Kampagne hing als Ausdruck an der Pinnwand, und München roch nach nassem Laub, als wir auf die Straße traten. Die Ludwigstraße war fast leer, die Pfützen größer als am Nachmittag, und irgendwo in der Ferne fuhr eine Tram. Sie blieb einen Atemzug lang stehen, die Hand am Kragen, als fühle sie nach, ob das Band noch da war.
Eine Nacht behalten zu werden hatte gereicht, um sie nicht wegzuschicken. Es reichte nicht, um den Rest zu stillen. In ihrem Blick lag schon die nächste Bitte, noch unausgesprochen, und ich verstand sie. Der Regen setzte neu ein, fein, und blieb in ihrem Haar. Sie wollte Fesseln, die nicht zum Feierabend gehörten, und das kostete sie die Idee, Unterwerfung gehöre nur zu Fremden und zu einer einzigen Nacht. Ich ließ sie gehen, weil der Morgen die Agentur zurückbringen würde, und behielt den Schlüssel zu dem, was unter ihrer Kleidung lag, obwohl sie ihn selbst nicht trug.