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Nightfolio

Unter ihrem Gürtel

Im Kreuzberger Loft läuft die B-Roll noch, als die Crew die Tür zuzieht. Grace Liu braucht nur den Muster-Gürtel von Leinenwerk und zwei helle Sätze, dann kniet der Fotograf, der ihren sauberen Look retten soll.

Im Kreuzberger Loft lag der Betonstaub noch auf den Fensterbänken. Ich räumte Stative und Kabel. Das Kippfenster stand auf. Unten fuhr die Straßenbahn. Die Crew hatte die Tür zugezogen. Es war kurz nach halb sechs.

Grace Liu blieb.

Sie stand an der Transportkiste, die wir als Tisch benutzt hatten. Der Mustergürtel von Leinenwerk saß ihr noch um die Taille. Pflanzlich gegerbt. Die Messingschnalle fing das Spätlicht und warf einen kleinen Fleck auf ihren Bauch, genau dort, wo der Stoff aufhörte. Sie sah mich an. Ich hielt den Blick. Dann brach ich ihn. Dann nahm ich ihn wieder auf. Niemand von uns lachte.

„Du räumst gründlich“, sagte sie.

„Das Set gehört mir über Nacht“, sagte ich. „Die Auswahl muss montags raus.“

Sie löste die Schnalle. Das Leder glitt von ihrer Hüfte. Wärme blieb im Gurt, wo er auf der Haut gelegen hatte. Sie hielt ihn hin. Mein Handrücken streifte das Messing. Es war kalt. Weder sie noch ich taten so, als wäre das ein Unfall.

„Bleib“, sagte sie.

Kurz. Hell. Als wäre das ein Witz, den ich weich zurückgeben durfte.

Ich dachte an die Klausel, die ich selbst in den Talentvertrag geschrieben hatte. Kein Sex mit dem Kampagnengesicht. Keine privaten Aufnahmen am Set. Keine zweckfremden Produktfotos. Die Pauschale zahlte die Miete für dieses Loft. Ihr Vertrag hielt das Gesicht der Frau, die Nachbarschaft organisiert und nie besitzt.

Ich hätte den Gürtel in die Mustertasche legen können.

Ich blieb stehen.

Sie trat näher. Herbstluft vom Fenster. Studioalkohol an ihren Nägeln. Die Sehne am linken Handgelenk zuckte, bevor sie sprach.

„Hände.“

Ich legte die Handgelenke zusammen. Sie wickelte den Gürtel darum. Einmal. Die dritte Öse blieb offen. Die Schnalle lag auf meinem Puls. Ich spürte, wie der Schlag dagegenlief.

„Knie.“

Ich kniete auf den Beton. Der Staub drückte sich in die Kniescheiben. Daumen und Zeigefinger formten trotzdem noch einen Bildausschnitt in Hüfthöhe. Gewohnheit. Ich ließ die Hände sinken.

Die rote Lampe der Nebenkamera blinkte am Fensterbrett. Die Speicherkarte mit der Aufschrift DAY3 BTS lief weiter.

„Mund auf“, sagte sie.

Ich öffnete den Mund. Sie schob zwei Finger hinein, bis die Knöchel an meinen Zähnen lagen, dann tiefer, bis ich den Rachen spürte. Ich schmeckte Nagellack und Alkohol. Speichel sammelte sich. Ich schluckte. Das Schlucken klickte trocken.

Mein Schwanz wurde hart in der Hose. Das Leder hielt die Handgelenke so eng, dass die Finger kribbelten, und ich löste die Schnalle trotzdem nicht. Ich durfte sie nicht anfassen. Ich fasste sie nicht an.

Sie lächelte durch. Warm. Ungebrochen. Die Sehne zuckte noch einmal, als sie entschied, dass ich nicht komme.

„Still.“

Ich blieb still. Sie bewegte die Finger langsam. Ein und aus. Mein Mund war die Halterung. Ich atmete durch die Nase. Unten hupte ein Lieferwagen. Ich war hart und sie wusste es. Sie sah auf die Hose. Der Stoff stand ab. Sie sagte nichts dazu.

Dann zog sie die Finger raus. Ein Faden Speichel hing zwischen ihrem Knöchel und meiner Unterlippe, bis sie ihn an meinem Mund abwischte.

„Das ist Jonas“, sagte sie in die leere Wohnung, als stellte sie mich jemandem vor. „Er bleibt.“

Sie ging.

Die Speicherkarte lag in meiner Hosentasche. DAY3 BTS. Ich kniete, bis die rote Lampe ausging. Ich öffnete den Gürtel nicht.

Drei Nächte später lag die Auswahl auf dem Boden. Ich war nackt. Sie hatte es nicht befohlen. Ich hatte die Jeans selbst ausgezogen und die Stellen an den Knien schon gekannt. Der Lichtständer war kalt an der Wade. Der Staub war kälter an den Knien.

Grace saß auf der Transportkiste. Der Rock war hochgeschoben. Sie hatte die Unterwäsche nicht an. Zwischen den Schamlippen glänzte es schon, bevor ich den Mund hinlegte. Ich roch sie, warm, nach einem Tag unter Studioleuchten.

„Komm her“, sagte sie. „Nicht mit den Händen.“

Die Hände lagen hinter dem Rücken, wo der Gürtel nicht war und trotzdem fehlte. Ich rutschte vor. Meine Zunge fand sie sofort. Sie schmeckte nach Haut und nach dem Ende des Tages. Ich leckte flach über die Lippen, dann spitzer an den Kitzler, dann wieder flach, weil sie den Atem anhielt und ich das hören wollte. Sie hielt meinen Hinterkopf. Die Finger hakten ins Haar.

„Da. Bleib.“

Ich blieb. Sie rieb sich an meiner Zunge. Nicht zart. Die Nässe lief mir ins Gesicht, in die Nase, an das Kinn. Mein Schwanz hing schwer zwischen den Schenkeln und schlug gegen nichts. Ich wollte die Hüfte vorschieben. Ich tat es nicht. Hinter den Zähnen saß die Klausel, während ich sie leckte, und ich dachte an montags, an die Auswahl, an die Miete, und leckte trotzdem tiefer.

Sie kam ohne Ankündigung. Nass. Ihre Schenkel zogen sich fest um meine Ohren. Sie hielt meinen Kopf, bis es aufhörte, in Wellen zu kommen, und dann noch einen Atemzug länger. Speichel und sie liefen mir übers Kinn. Ich schluckte, was ich erreichte. Der Rest tropfte auf den Beton zwischen meinen Knien.

Danach nahm sie den Katalogbogen. Das Logo von Leinenwerk auf dem Leinenpapier. Sie wischte sich daran ab, einmal durch die Nässe, langsam, damit ich es sah. Die Druckfarbe weichte. Das Papier wellte sich. Ihr Geschmack blieb auf dem Schriftzug.

Ich atmete gegen ihren Oberschenkel. Mein Schwanz tropfte auf den Beton, ein klarer Faden, den niemand abwischte.

„Später“, sagte sie. Freundlich. Als ginge es um einen Termin.

„Grace.“

„Nein.“ Sie strich mir über den Mund, nicht tröstend. Der Daumen blieb an der Unterlippe, bis ich den Geschmack von ihr und von Tinte gleichzeitig hatte. „Du hältst den Rahmen. Das reicht heute.“

Ich hätte aufstehen und die Dateien sichern können. Ich blieb auf den Knien, bis sie den Rock glattzog und die Tür ins Treppenhaus aufmachte. Unten fuhr wieder die Bahn. Ich fasste mich nicht an. Das Verbot war weich geblieben. Ich gab den Witz nicht härter zurück.

In Neukölln roch es hinter der Spendenwand nach Karton und Glühweinansatz. Die Wand stand zwischen uns und dem Raum voller Stimmen. Grace zog mich am Gürtelriemen in die Abstellkammer. Eine Kiste mit Bechern. Ein nacktes Leuchtstofflicht. Ihr Lächeln war dasselbe wie draußen, nur enger.

„Hand“, sagte sie.

Sie führte meine Finger unter den Rock. Keine Unterwäsche. Sie war nass, dick nass, die Schamlippen schon auseinander. Ich spürte die Hitze und den Satz, den ich nicht sagen durfte. Sie öffnete meinen Reißverschluss selbst. Die Eichel lag sofort frei, schon feucht an der Spitze. Sie nahm meinen Schwanz in die Faust und setzte die Spitze an sich. Ein Druck, und ich wäre in ihr gewesen bis zum Ansatz.

Ich schluckte. Das Klicken war trocken.

Draußen klang Geschirr. Ich dachte an Plakate mit ihrem Gesicht. Ich dachte an die Pauschale, die die Miete zahlte. Mein Schwanz zuckte gegen sie, und ich schob trotzdem nicht.

„Jonas.“ Sie sah mich an. Der Witz blieb weich. „Willst du.“

„Ja.“

Sie ließ mich einen Zentimeter. Die Eichel drückte sich zwischen die Lippen, warm, nass, eng. Ich hielt den Atem. Meine Hände wollten an ihre Hüften. Ich ließ sie an der Wand. Draußen lachte jemand zu laut.

Klopfen.

Eine Getränkekiste gegen die Tür. „Grace? Eis ist leer.“

Sie zog sich von mir runter. Die Nässe blieb an meiner Eichel wie eine Beleidigung, die ich wollte. Kalt wurde es sofort in der Luft. Sie schloss den Reißverschluss selbst. Richtete mir das Hemd. Zwei Finger, Kragen, fertig. In ihrem Blick war Hunger, und dann wieder das helle Ding, mit dem sie Räume führte.

„Komm“, sagte sie hell.

Draußen stand die Helferin mit der Kiste. Grace lächelte ihr das ganze Gesicht hin.

„Das ist Jonas. Unser Fotograf. Er braucht noch Begleitaufnahmen von der Wand. Du zeigst ihm die gute Seite, ja?“

Ich nickte. Mein Schwanz klebte in der Hose, nass von ihr, hart, unerledigt. Die Helferin reichte mir die freie Hand. Grace stellte uns einander vor, als wäre das die Arbeit, für die sie bezahlt wurde. Als wäre ich Personal. Als bräuchte die Helferin noch etwas von diesem Abend, und nicht wir.

Ich machte drei Bilder von Karton und Glühwein. Die Klausel hielt in dem Raum. Hinter der Wand hielt sie nicht. Ich trug beides nach draußen.

Eine Woche später lag das Vintagehalsband von der Oranienstraße auf meinem Adamsapfel. Die Schnalle war zu groß. Sie drückte trotzdem. Der Kampagnengürtel fesselte die Handgelenke am Lichtständer. Arme hoch. Die dritte Öse saß eng. Ich spürte jeden Atemzug gegen das Leder.

„Mund“, sagte sie.

Ich öffnete. Sie nahm meinen Mund. Nicht langsam. Zuerst zwei Finger, tief, bis ich würgte und Speichel über das Kinn lief. Dann schob sie mich mit der Hüfte gegen den Ständer und nahm den Rachen, so weit die Schnalle es zuließ. Die Augen tränten. Ich blieb offen, als sie rauszog, und sie ließ Speichel in den offenen Mund tropfen.

„Schluck, Hilfskraft.“

Ich schluckte. Der Name setzte sich in mir fest, warm, genau. Ich wollte ihn. Sie sah das. Sie lächelte durch, dasselbe Lächeln wie für die Kamera, nur näher.

Sie öffnete ihre Hose. Kein Rock heute. Keine Unterwäsche. Sie sank auf meinen Schwanz, flach auf der Schneidematte. Fusseln klebten mir am Rücken. Sie war nass von dem, was mein Mund schon getan hatte, und nahm ihn ganz, bis ich an ihr anschlug. Sie ritt. Tief. Die Schnalle am Hals klickte, wenn ich den Kopf heben wollte. Innen war sie heiß und eng, und sie benutzte mich, als wäre ich ein Stativ, das endlich stillhielt.

Jedes Mal, wenn ich hart wurde zum Kommen, blieb sie stehen. Innen pulste sie um mich. Ich stieß nicht nach.

„Gibst du ihn zurück.“

Den Witz. Weich. Nicht gemeiner.

„Nein“, sagte ich.

„Gut.“

Sie wartete, bis ich vom Rand zurückrutschte, bis der Druck dumm wurde und ich wieder atmete. Dann ritt sie weiter. Sie hielt mich am Rand, bis die Öse nachgab und oval wurde. Ich spürte das Leder nachgeben und nicht mich. Sie kam auf mir, laut genug, dass das Kippfenster es hätte nach draußen tragen können, nass um meinen Schwanz, die Schenkel zitternd. Ich kam nicht. Das Verbot blieb eine Entscheidung, die ich nicht zurücknahm, obwohl der Schwanz so voll war, dass ich die Zähne zusammenbiss.

Sie stieg ab. Mein Schwanz schlug nass gegen den Bauch, glänzend von ihr. Sie löste die Handgelenke nicht sofort. Ich blieb mit den Armen oben, bis die Finger kribbelten.

„Hilfskraft räumt auf“, sagte sie. Hell. Eine Einladung, kein Befehl, der sich fürchten musste.

Ich räumte auf, mit dem Halsband noch zu. Die dritte Öse war danach oval. Ich wusste, dass das Muster zurück in die Tasche musste. Ich legte es trotzdem schief hinein.

Mitte November filmte sie mit dem Handy. Unten rechts war ein Sprung im Glas. Der Autofokus suchte zuerst das Halsband, dann meinen Mund.

Ich lag auf dem Schneidetisch. Die Arme neben dem Körper, nicht gefesselt, und ich bewegte sie trotzdem nicht. Das war teurer als Leder. Sie hakte zwei Finger in meinen Arsch, langsam, ohne Umschreibung. Der Zeigefinger zuerst, dann der Mittelfinger, bis die Knöchel an mir lagen. Ich hob den Rücken vom Tisch. Der Fokus piepte. Sie filmte, wie ich mich um ihre Hand schloss.

„Sag es“, sagte sie.

„Tiefer.“

Sie ging tiefer. Ich atmete in Stücken. Sätze hörten auf. Tisch. Halsband. Ihre Hand. Mein Schwanz lag hart auf dem Bauch und tropfte auf das Lineal, das noch von der Auswahl da war. Ich dachte an die Sicherung, an den Rechner, an den Vertrag, und sagte trotzdem nichts, das uns gestoppt hätte.

Dann drehte sie sich. Sie setzte sich auf mein Gesicht. Ihre Nässe in Nase und Mund, die Schamlippen offen. Ich leckte, weil ich nichts anderes mehr erreichte, die Zunge flach, dann in sie hinein, so gut ich lag. Sie rieb sich zu Ende auf meiner Zunge und kam mir ins Gesicht, warm, und sie filmte das Dankeschön, das sie mir abnahm, den Mund, der noch voll von ihr war.

„Danke“, sagte ich. Ein Silbenrest.

„Nochmal.“

„Danke.“

Sie speicherte neben einem Reel über Nachbarschaft. Dieselbe Kamerarolle. Dieselben Werbebeiträge. Ich wusste, dass ein Sicherungspfad existierte, sobald die Datei den Rechner berührte. Ich blieb trotzdem. Die Finger zog sie raus, langsam, und wischte sie an meinem Oberschenkel ab, nicht an einem Tuch. Der nasse Streifen blieb.

„Du könntest das löschen lassen“, sagte sie. Über jemand anderen im Raum, als wäre ich schon vorgestellt. „Du tust es nicht.“

„Nein.“

Sie nickte, als hätte ich den Witz richtig weich zurückgegeben. Das Handy klappte sie zu. Der Riss blieb sichtbar. Ich blieb auf dem Tisch, nass im Gesicht, offen, den Arsch noch spürend, und merkte, dass ich die Kontrolle hätte nehmen können und es nicht tat.

Goldene Stunde. Die Produktionsassistentin im Raum. Der Kunde gleich live. Ich hielt den Rahmen auf Grace und den Gürtel an ihrer Taille, wo er hingehörte. Sauberer Look. Nachbarschaftscharme. Ihr Lächeln für den Strom war dasselbe Lächeln wie über mir.

Zwischen zwei Einstellungen trat sie mir mit der Sohle auf den Spann. Lässig, als korrigiere sie den Stand. Das Gewicht war genau, nicht zufällig. Sie lächelte in die Kamera des Livestreams. Ich schluckte. Das Schlucken klickte trocken. Fast kam ich in der Hose. Fast fiel die Lampe. Die Assistentin sah auf ihr Tablet, nicht auf meinen Fuß.

„Noch einmal von vorn“, sagte Grace in den Stream. Hell. Für alle.

Ich zitterte am Stativ. Die Sohle blieb. Kommen nur, wenn ich stillhielt, und Stillhalten war die Arbeit. Ich hielt. Der Druck im Schwanz war dumm und genau. Ich gab ihn nicht ab. Unter dem Gürtel an ihrer Taille lag die ovale Öse, unsichtbar für den Kunden, und ich dachte daran, während sie sprach.

Das Gerät auf dem Monitor klingelte. Der Kunde. Bild. Grace nahm den Fuß runter, in dem Moment, in dem ich fast gekippt wäre, Lampe und ich.

„Stopp“, sagte sie zu mir, und dann lächelte sie in den Anruf, länger, weil sie über Leinenwerk sprach und über die Leute, die die Gürtel tragen sollten. Sie stellte niemanden vor. Sie ließ mich im Bild, stumm, den Rahmen haltend.

Danach puderte die Maskenbildnerin meine Knie nicht. Sie kniete kurz, sah die Dellen im Staubrot und fragte nur, ob der Boden so hart sei.

„Ja“, sagte ich.

„Dann kniest du zu lang“, sagte sie.

Grace hörte es. Die Sehne am Handgelenk zuckte nicht. Das Lächeln blieb warm. Der Schaden war jetzt auch im Raum, nicht nur in mir. Die Assistentin speicherte die Einstellung. Ich hielt den Rahmen weiter, bis das Licht umkippte ins Blaue.

Auf dem Schneidetisch diktierte sie den Wortlaut, den ich geschrieben hatte. Satz für Satz. Ich lag unter ihr. Sie nahm sich auf meinem Schwanz. Nass. Sicher. Ganz. Die Klausel kam ihr leichter über die Lippen als mir. Jedes Wort drückte sie tiefer auf mich.

„Kein Sex mit dem Kampagnengesicht“, sagte sie.

Ich wiederholte es. Sie senkte sich, bis ich an ihr anschlug, und blieb dort.

„Keine privaten Aufnahmen am Set.“

Ich sagte es. Sie rieb sich vor, nass um den Schaft, bis ich den Satz verlor und nur noch den Mund aufhatte.

„Keine zweckfremden Produktfotos.“

„Keine“, sagte ich. „Zweckfremden.“

Sie kam ein zweites Mal auf mir. Nass, sichtbar, ein Stoß und noch einer. Es lief von ihr über die Wurzel auf meinen Bauch. Sie hielt meinen Namen zurück, als wäre er zu viel Witz auf einmal. Sie legte den Zettel zwischen meine Zähne. Papier. Speichel. Tinte. Ich kaute, weil sie wartete, und weil ich den Witz nicht härter machen wollte. Der Satz zerfiel im Mund, weich, bitter, und ich schluckte ihn nicht ganz.

„Danke, Hilfskraft.“

„Danke.“

Der Ordner in der Cloud stand offen am Rand des Tisches. Falsch benannt: BELTS_BTS_PRIVATE. Ich sah ihn, während sie noch auf mir saß, meinen Schwanz noch in ihr, halb hart, nicht gekommen. Die Kampagne war schon kompromittiert, bevor irgendwer den Clip öffnete. Teuer, weil der Schaden digital war und nicht mehr nur im Körper. Sie strich mir Speichel vom Mundwinkel, kurz, fast beiläufig, und ließ die Hand dort, bis ich aufhörte zu zittern.

Am nächsten grauen Vormittag packte ich die Gürtel zurück in die Mustertasche. Die dritte Öse war oval. Die Knie noch eingedrückt. Kein letzter Sex. Die Auswahl ging pünktlich raus. Grace hielt im Gespräch das warme Lächeln, als wäre ich nur der Mann am Licht, und sagte meinen Namen so hell, als stellte sie mich noch einmal vor.

Leinenwerk verlängerte nicht. Begründung: der Look sei nicht mehr sauber. Die Pauschale weg. Die Ateliermiete ab Monat zwei ohne Netz. Ihr Profil blieb unbeschadet. Die Datei blieb in ihrer Rolle. Gebrochen war genau das, was auf dem Spiel stand. Die Klausel hatte mich nicht geschützt. Die Version von mir, die den Rahmen hält, hatte den Zettel gekaut.

Ich legte den Gürtel schief hinein. Die Schnalle sah mich an. Ich machte die Tasche nicht noch einmal auf.